
ERFASST
DIE AUSSTELLUNG
//Data View//

Data View stellt sich der Frage, was Kameras eigentlich alles sehen können. Die Technologien entwickeln sich ständig weiter, wir kommen kaum noch hinter her zu verstehen, welche Daten eine Kamera eigentlich alles sammelt. Seit dem aufkommen von KI Technologien, hat das ganze noch ganz andere Dimensionen angenommen. Ein handelsüblicher WLAN Router kann im Handumdrehen, zu einem effektiven Überwachungsapparat umgewandelt werden, der erstaunlich genau die genaue Position der Personen im Raum zeigen kann. Gesichtserkennung kann jedes Handy im Handumdrehen. Die Technischen Möglichkeiten sind mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Doch wofür wenden wir die Technologien an und wer kann das eigentlich kontrollieren?
//Surveillance under Surveillance//

Link zur Interaktiven Karte mit über 1300 Kameras in Hannover:
https://sunders.uber.space/?lat=52.3739325&lon=9.74282077&zoom=16
Achtung! Die Dunkelziffer ist noch deutlich höher.
//Hacked CCTV//

Insecam.org ist eine Website, die öffentlich zugängliche Überwachungskameras weltweit auflistet. Diese Kameras sind oft nicht richtig installiert worden und haben keine Passwörter. Daher ist es für jeden ohne Zugangsberechtigungen möglich darauf zuzugreifen.
Die Plattform gewährt Einblicke von Videoüberwachungen in mehrere Länder. Du kannst unter verschiedenen Kategorien wie Büros, Verkehr, Strände, Waschsalons und mehr wählen. Die Betreiber der Seite geben an, mit dem Angebot auf Sicherheitslücken aufmerksam machen zu wollen. Die aufgelisteten Kameras seien nicht gezielt gehackt worden, sondern lediglich durch unsichere Konfigurationen oder fehlende Passwörter zugänglich.
Die Standortangaben, die teilweise zu sehen sind, sind nicht ganz genau – sie basieren auf den Daten der Internetanbieter. Klingt harmlos? Leider nicht ganz. Die Plattform zeigt oft Kameras aus privaten oder geschäftlichen Räumen. Da fragen wir uns, wie es rein moralisch und vor allem rechtlich aussieht. Wissen die Menschen vor der Kamera, dass wir aus Hannover zusehen können, wie jemensch gerade im Waschsalon sitzt und am Handy daddelt? Diese Seite zeigt eine Grauzone des rechtlichen Schutzes. Immerhin gilt nach unserem Grundgesetz in Deutschland, dass wir ein Selbstbestimmungsrecht haben, unsere Würde unantastbar ist und wir uns frei bewegen dürfen. Es geht hier um Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, die durch die Veröffentlichung solcher Bilder stark gefährdet werden könnten. Stell dir vor: ungesicherte Kameras ohne Passwörter machen es extrem leicht, Einblicke in ein fremdes Leben zu bekommen, ohne dass sie vielleicht davon wissen.
Insecam selbst empfiehlt: „Sichert eure Kameras!“ Wenn das passiert, werden die Kameras angeblich automatisch aus der Datenbank gelöscht. Sie zeigt uns auf jeden Fall, wie wichtig IT-Sicherheit und Datenschutz sind, vor allem, wenn es um die eigenen vier Wände geht.
Geringer Nutzen
Videoüberwachungsanlagen werden aufgestellt, um
Sicherheit zu gewährleisten. Aber tun sie das?
· Videokameras verhindern keine Straftaten und
helfen Opfern nicht. Selbst wenn jemand eine
Videoübertragung in Echtzeit beobachtet, nimmt die
Aufmerksamkeit des Betrachters einer amerikanischen Studie zufolge so schnell ab, dass schon nach
wenigen Minuten die meisten Vorfälle nicht bemerkt
werden.
· Videoüberwachung schreckt Täter nicht von der Begehung von Straftaten ab. Eine ausführliche Studie
im Auftrag der britischen Innenministeriums kommt
zu dem Ergebnis, dass von 13 Videoüberwachungssystemen in verschieden Einsatzbereichen keine
einzige Anlage Gewaltkriminalität oder Wohnungseinbrüche reduzierte. Einzig auf einem abgeschlossenen Parkplatz ging die Zahl der Diebstähle zurück.
· Eine Untersuchung im Auftrag der Berliner
Verkehrsbetriebe kommt zu dem Ergebnis, durch
Videoüberwachung sei „keine Veränderung der
Sicherheitslage in der Berliner U-Bahn zu erwarten.“
· Videoüberwachung in Geschäften reduziert die Zahl
der gestohlenen Waren nicht, so das Ergebnis
englischer Studien.
· Videoaufzeichnungen helfen mitunter bei der Aufklärung von Straftaten, die sie nicht verhindern
konnten. Die Verwendung als Beweismittel geschieht
aber vergleichsweise so selten, dass Videoüberwachung die polizeiliche Aufklärungsquote insgesamt nicht erhöht – so das Ergebnis einer Londoner
Vergleichsuntersuchung. Die allermeisten Straftaten
werden auf andere Weise aufgeklärt.
· Videoüberwachung mindert die Furcht, Opfer einer
Straftat zu werden, nicht und stärkt folglich das
Sicherheitsgefühl nicht.
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